Schlechte Qualität

Herkunftsland: Ungarn, in der Schweiz werbende "Zahnklinik"
Alter der Arbeit: 2 Jahre
Zustand: nicht zu retten

Dieses Keramik-Inlay ist bereits das dritte (!) aus einer Serie von erst zwei Jahre alten Keramik-Inlays, das im Munde zerbrochen ist.

Beim ersten nahm die Patientin noch die "Garantie" in Anspruch, was mit einer weiteren Fahrt nach Ungarn verbunden war. Das zerbrochene Inlay wurde dabei durch einen eher grob beschliffenen Cerec-Keramikblock "ersetzt" (Foto unten rechts, mittlerer Zahn).

Das zweite wurde in unserer Praxis durch ein korrektes Glaskeramik-Inlay ersetzt (Foto unten rechts, rechter Zahn). Die Karies, die sich unter dem gebrochenen Inlay in kurzer Zeit gebildet hatte, reichte schon bis zum Nerv.

Das dritte zerbrach ein paar Monate später im Urlaub (Foto oben links). Beim Herausbohren des alten Inlays zeigte sich, dass unter dem scheinbar guten Inlay dahinter ein grosses Loch entstanden war: der Zahn war schlicht und einfach nicht sauber beschliffen worden, eine Restkaries war inzwischen zu schöner Grösse gewachsen.



Bewertung

Diese Arbeiten waren in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft:
- Restkaries unter den neuen Inlays übriggelassen
- fehlerhaft einzementiert (beim Herausbohren der alten Inlays lösten sie sich sofort vom Zahn statt zu haften)
- fehlerhafte Präparationsform: bei einem wurzelbehandelten Zahn darf die Schleifgrenze nicht im hochbelasteten Bereich liegen